Und jetzt komme ich endlich mal dazu von Henris Geburt zu berichten. Denn eins kann ich euch verraten: mit einem energiegeladenen Zweijährigen und einem Säugling kommt man zu NICHTS!
Aber schnell zu Henri.
Die Schwangerschaft mit ihm habe ich noch viel mehr genossen, als damals mit Levi. Die Sorgen, die ich beim ersten Kind noch manchmal hatte (siehe den Post etwas weiter unten), waren komplett weg. Ich habe mich viel mehr auf mich und mein Körpergefühl konzentriert, und das sagte: es ist alles in Ordnung. Da auch nach einem Kaiserschnitt eine vaginale Geburt möglich ist (im Gegenzug zu 1976,als meiner Mutter noch gesagt wurde, das wäre ausgeschlossen), hatte ich mich auf diese Option eingestellt, um endlich auch die natürliche Variante kennen zu lernen. Brav sass ich auch wieder im Geburtsvorbereitungskurs, denn immerhin gilt man nach einem Kaiserschnitt quasi als Erstgebärende. Ausserdem gab mir der Kurs die Gelegenheit, mich ausschliesslich auf das neue Baby zu konzentrieren, ohne von "MAAAAAAMAAAAAA!MAAAAAMAAAAAA!" -Rufen und umherfliegendem Spielzeug unterbrochen zu werden. Es tat einfach gut, sich diese zwei Stunden jede Woche ganz für uns zwei zu nehmen. Ausserdem habe ich in meinem ersten Vorbereitungskurs drei Viertel meiner heutigen Muttirunde kennengelernt-daher war ich sehr gespannt auf die anderen Paare! Zurecht, wie sich herausstellte, allerdings möchte ich mich mit denen eher nicht mehr treffen. Aber das ist eine andere Geschichte.
So rückte der Geburtstermin immer näher und ich war guter Dinge was eine natürliche Geburt anging. Ab der dreissigsten Schwangerschaftswoche machte allerdings meine Narbe vom ersten Kaiserschnitt mir immer mehr zu schaffen: sie war rot, sie spannte, sie tat mir weh. Meine Frauenärztin (eine tolle, kompetente Frau- ein Fuchs!) wollte sie beobachten, und regelmässig einen Ultraschall machen, um zu schauen wie sie von innen aussieht. Bei unserem (wie sich später rausstellte) letzten Termin in der 37. Schwangerschaftswoche stand der Ultraschall auch wieder ganz oben auf der Liste. Aber wie das so ist wenn man schon länger bei einem Arzt in Behandlung ist und sich ganz gut versteht: wir unterhielten uns blendend über aktuelle Kinofilme und ob Biarritz oder San Sebastian als Urlaubsortschöner ist, und vergaßen beim schallen einfach die Narbe. Henri wurde gemessen und das Gewicht geschätzt ("..und hier wieder der kleine Penis" Beide:" haha, hihi") und dann bin ich gut gelaunt nach Hause. Mir fiel das Versäumnis erst auf, als ich circa eine Woche später in unserem Wunschkrankenhaus zur Anmeldung war, und das Thema Narbe ansprach. Nach ein paar Untersuchungen war schnell klar: die Narbe war schlecht verheilt und sah nicht gut aus, ausserdem war die Gebärmuttervorderwand so dünn, dass sie unter Wehen vermutlich reissen würde. Also wurde erneut ein Kaiserschnitt empfohlen. Kaum hatten wir uns dazu durchgerungen, holte die zuständige Oberärztin auch schon geschäftig ihren Kalender und suchte mit uns ein passendes Datum aus. Wie surreal! Wie bürokratisch! Wie seltsam, etwas so hoch emotionales wie eine Geburt so nüchtern und sachlich zu planen. Mein Mann und ich fanden das alles mehr als bizarr.
Aber es nützte ja nix, das Baby musste geholt werden, und zwar schon vor Weihnachten, aufgrund der Narbe.
Immerhin konnten wir mit diesem feststehenden Datum dafür sorgen, dass Levi optimal betreut wurde. Meine Schwester hat das übernommen und die zwei hatten einen fabelhaften Tag.
Mein Mann und ich waren derweil im Krankenhaus, und da ich dieses Mal wusste was mich erwartet, hatte ich sogar noch etwas mehr Angst.
Punkt 1: der Blasenkatheter. Klingt unangenehm? Ist es auch.
Punkt 2: das legen der Spinalen. Same here.
Punkt 3: die Schmerzen danach. Man fühlt sich wie durchgeschnitten und kann sich kaum bewegen.
Aber: erstaunlicherweise erholt man sich sehr schnell von so einem Eingriff, und diesmal war ich auch viel schneller wieder fit als beim ersten Mal. Ausserdem habe ich mir ein Einzelzimmer gegönnt-das war zwar etwas teurer, aber es hat sich jeder Cent gelohnt. So oft entbindet man ja nicht im Leben (jedenfalls wenn man so durchschnittlich ist wie wir), und da kann man es sich doch etwas gemütlich machen, oder? Niemand, auf den ich Rücksicht nehmen musste- und umgekehrt. So kurz nach einer Geburt hatte ich einfach keine Lust auf Zimmernachbarinnen mit 20-köpfigem Besuch, der ne Rutsche Eiersalat mitbringt und dazu rund um die Uhr RTL2 mit voller Lautstärke anwirft, aber sich weigert mal durch zu lüften. Ist mir alles schon passiert!
So lagen Henri und ich also schön in meinem Einzelzimmer, haben viel geschlafen, lieben Besuch empfangen und uns beide erholt.
In der ersten Nacht war Henri noch sehr unruhig, weil er noch so viel Fruchtwasser in seinem kleinen Magen hatte, und dauernd spucken musste. Aber als das überstanden war, entpuppte er sich als genauso entspannt wie sein grosser Bruder als Baby: trinken, schlafen, Windel vollmachen, schlafen-das ist Henri zur Zeit. Er weint nicht viel, nimmt ständig gut zu und bei der U3 gestern war der Kinderarzt sehr zufrieden (Ich: "Tadaaaa-Henri!"-Kinderarzt: "Helloooooo Henri!")
Levi ist übrigens ganz entzückend zu seinem kleinen Bruder. Schon bei seinem ersten Besuch im Krankenhaus gab es für das Baby ein Küsschen, er möchte ihn dauernd streicheln und auf den Schoss nehmen. Natürlich mit all der Sanftheit die einem zweijährigen (nicht) möglich ist, deshalb muss man da ganz genau aufpassen. Schon morgens ruft er begeistert: "Hegi! Hegi!" und beugt sich zu dem Kleinen runter "Mah!". Eifersucht ist noch kein wirkliches Thema, manchmal sagt Levi: "Papa- Baby! Mama-Levi!", was soviel heisst wie: Papa soll das Baby nehmen, dami Levi mit Mama kuscheln kann. Und das machen wir dann auch ausgiebig, besonders morgens nach dem aufwachen, und geniessen beide die Mama-Levi Zeit. Schnell ist Levi wieder glücklich und zufrieden und hat keine Zeit mehr für die Mama: es gilt eine Welt zu entdecken- aufgestanden muss werden! Und zwar schnell!
Das Schlafen im Familienbett klappt zu viert übrigens ausgesprochen gut. Die Jungs wecken sich überraschenderweise nicht dauernd gegenseitig auf, und alle bekommen genügend Schlaf- wir sind ganz begeistert! Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass mein Mann ein Jahr Elternzeit hat? Lalalalala...
So, jetzt möchte hier jemand gestillt werden.
Bis bald!
Love, Blinki
2014/01/16
2014/01/08
Gestatten: der Herr Bruder
Levi sagt..
Abends beim Zubettgehen.
Mutter: Was soll ich dir denn heute mal vorsingen?
Levi: Nein.
Mutter: Soll ich dir kein Schlaflied vorsingen?!?
Levi: Nö.
Kind dreht sich um und schläft ein.
WTF?
Mutter: Was soll ich dir denn heute mal vorsingen?
Levi: Nein.
Mutter: Soll ich dir kein Schlaflied vorsingen?!?
Levi: Nö.
Kind dreht sich um und schläft ein.
WTF?
2013/12/31
Wie unsere Jungs das Licht der Welt erblickten.
Weil ich darum gebeten wurde, und auch für mich selbst, möchte ich gerne aufschreiben wie Levi und Henri geboren wurden. Denn um Henris Geschichte zu erzählen, muss ich eigentlich mit Levi anfangen.
Und das war so.
Levi war ursprünglich für den 10. Januar ausgerechnet. Während der gesamten Schwangerschaft habe ich mich, abgesehen von der vermutlich normalen Sorge, ob bei dem Ungeborenen alles in Ordnung ist, gut gefühlt. Ich hatte weder vorzeitgige Wehen, noch einen verkürzten Muttermund, keine Schwangerschaftsdiabetes oder was es sonst noch so an Wehwehchen gibt. Levi entwickelte sich völlig zeitgerecht, und bis auf die Nackenfaltenmessung haben wir auch keine Pränataldiagnostik in Anspruch genommen. Was für einen Unterschied hätten denn auch irgendwelche Wahrscheinlichkeitsrechnungen für uns gemacht? Genau- keinen.
Auf das Baby haben wir uns einfach wahnsinnig gefreut, egal in welcher Form das Universum es uns schicken sollte.
Ein paar Tage vor dem errechneten Entbindungstermin wachte ich plötzlich morgens mit einem komischen Gefühl auf und sagte zu meinem Mann: "Irgendetwas stimmt nicht mit dem Baby, lass uns mal ein CTG machen." Gesagt, getan. Wir fuhren zu meiner Gynäkologin und beim CTG stellte sich heruas, dass die Herztöne überhaupt nicht gut waren. Sie schickte uns schnell ins Krankenhaus, und weitere Untersuchungen vor Ort ergaben, dass ausserdem mein Fruchtwasser so gut wie aufgebraucht war: Levi musste schnell auf die Welt, am besten mit einem Kaiserschnitt. Man hätte auch auf der Stelle einleiten können, aber das hätte evtl zu lange gedauert. Und obwohl ich die ganze Schwangerschaft über fest an eine natürliche Geburt geglaubt hatte, erschien das mir in dem Moment als die beste Alternative - Hauptsache, dem Kind geht es gut, oder?
Den Kaiserschnitt an sich fand ich dann eher nicht so schön. Es war nicht traumatisch, aber die Op-Situation, die Tatsache, dass ich das Kind nur ganz kurz sehen konnte, bevor es zum wiegen und messen weggetragen wurde, und dass ich dann auch noch eine halbe Stunde zugenäht wurde und danach noch eine weitere halbe Stunde in einem Aufwachraum bleiben musste um meinen Kreislauf zu stabilisieren, das alles war eher suboptimal. Während der OP stellte die Ärztin dann auch noch fest, dass Levi so verkeilt in meinem Bauch war, dass die Geburt selbst beim Einleiten definitiv auf einen Kaiserschnitt hinausgelaufen wäre. Die mussten aber auch an ihm ziehen und zerren bis er endlich draussen war! Trotz Spinalanästhesie bekommt man das Ruckeln ja auch genauestens mit, zwar ohne Schmerzen, aber das reicht trotzdem! Aber: alles richtig gemacht, es war wohl die richtige Entscheidung.
Als ich dann endlich in meinem Bett in mein Zimmer gerollt wurde, sass mein armer Mann mit unserem brandneuen Baby in einer Ecke des Raumes auf einem unbequemen Hocker und traute sich nicht sich zu bewegen. Es war soviel los auf der Station, dass die Schwestern einfach keine Zeit hatten, ihm das erste Bonding auf der nackten Brust zu erklären oder ihm etwas bequemeres zum Sitzen anzubieten. Auch das war, gelinde gesagt, nicht optimal.
Dafür war Levi endlich da. Gesund und rosig und rundum perfekt. Endlich durfte ich ihn auf den Arm nehmen und bewundern. Zum Glück klappte das Stillen sofort und wir starrten für den Rest des Tages einfach verliebt unser süsses Baby an.
Meine Hebamme und meine Ärztin haben mir später erzählt, dass sie selten einen solchen Fall von Mutterinstinkt in der Praxis erleben würden. Das eine Schwangere morgens aufwacht und einfach WEISS, ohne irgendwelche Symptome, das etwas nicht stimmt. Bei mir war es so, und das war mein, und Levis, Glück.
To be continued!
Einen guten Rutsch wünscht
Blinki
Und das war so.
Levi war ursprünglich für den 10. Januar ausgerechnet. Während der gesamten Schwangerschaft habe ich mich, abgesehen von der vermutlich normalen Sorge, ob bei dem Ungeborenen alles in Ordnung ist, gut gefühlt. Ich hatte weder vorzeitgige Wehen, noch einen verkürzten Muttermund, keine Schwangerschaftsdiabetes oder was es sonst noch so an Wehwehchen gibt. Levi entwickelte sich völlig zeitgerecht, und bis auf die Nackenfaltenmessung haben wir auch keine Pränataldiagnostik in Anspruch genommen. Was für einen Unterschied hätten denn auch irgendwelche Wahrscheinlichkeitsrechnungen für uns gemacht? Genau- keinen.
Auf das Baby haben wir uns einfach wahnsinnig gefreut, egal in welcher Form das Universum es uns schicken sollte.
Ein paar Tage vor dem errechneten Entbindungstermin wachte ich plötzlich morgens mit einem komischen Gefühl auf und sagte zu meinem Mann: "Irgendetwas stimmt nicht mit dem Baby, lass uns mal ein CTG machen." Gesagt, getan. Wir fuhren zu meiner Gynäkologin und beim CTG stellte sich heruas, dass die Herztöne überhaupt nicht gut waren. Sie schickte uns schnell ins Krankenhaus, und weitere Untersuchungen vor Ort ergaben, dass ausserdem mein Fruchtwasser so gut wie aufgebraucht war: Levi musste schnell auf die Welt, am besten mit einem Kaiserschnitt. Man hätte auch auf der Stelle einleiten können, aber das hätte evtl zu lange gedauert. Und obwohl ich die ganze Schwangerschaft über fest an eine natürliche Geburt geglaubt hatte, erschien das mir in dem Moment als die beste Alternative - Hauptsache, dem Kind geht es gut, oder?
Den Kaiserschnitt an sich fand ich dann eher nicht so schön. Es war nicht traumatisch, aber die Op-Situation, die Tatsache, dass ich das Kind nur ganz kurz sehen konnte, bevor es zum wiegen und messen weggetragen wurde, und dass ich dann auch noch eine halbe Stunde zugenäht wurde und danach noch eine weitere halbe Stunde in einem Aufwachraum bleiben musste um meinen Kreislauf zu stabilisieren, das alles war eher suboptimal. Während der OP stellte die Ärztin dann auch noch fest, dass Levi so verkeilt in meinem Bauch war, dass die Geburt selbst beim Einleiten definitiv auf einen Kaiserschnitt hinausgelaufen wäre. Die mussten aber auch an ihm ziehen und zerren bis er endlich draussen war! Trotz Spinalanästhesie bekommt man das Ruckeln ja auch genauestens mit, zwar ohne Schmerzen, aber das reicht trotzdem! Aber: alles richtig gemacht, es war wohl die richtige Entscheidung.
Als ich dann endlich in meinem Bett in mein Zimmer gerollt wurde, sass mein armer Mann mit unserem brandneuen Baby in einer Ecke des Raumes auf einem unbequemen Hocker und traute sich nicht sich zu bewegen. Es war soviel los auf der Station, dass die Schwestern einfach keine Zeit hatten, ihm das erste Bonding auf der nackten Brust zu erklären oder ihm etwas bequemeres zum Sitzen anzubieten. Auch das war, gelinde gesagt, nicht optimal.
Dafür war Levi endlich da. Gesund und rosig und rundum perfekt. Endlich durfte ich ihn auf den Arm nehmen und bewundern. Zum Glück klappte das Stillen sofort und wir starrten für den Rest des Tages einfach verliebt unser süsses Baby an.
Meine Hebamme und meine Ärztin haben mir später erzählt, dass sie selten einen solchen Fall von Mutterinstinkt in der Praxis erleben würden. Das eine Schwangere morgens aufwacht und einfach WEISS, ohne irgendwelche Symptome, das etwas nicht stimmt. Bei mir war es so, und das war mein, und Levis, Glück.
To be continued!
Einen guten Rutsch wünscht
Blinki
2013/12/24
Ein Christkind. Aber nur fast.
Ihr Lieben,
Henri ist da! Seit Donnerstag mittag ist er bei uns, und wir sind alle schwer verliebt in ihn. Zwei Wochen zu früh war der kleine Mann und wog trotzdem schon 3750 Gramm. Ich weiß gar nicht, ob irgendwen Details der Geburt interessieren? Die reiche ich sonst gerne nach. Nur soviel: es war am Ende ein Kaiserschnitt und das war auch gut so, sonst wären wir nicht alle so gesund und munter.
Henri ist perfekt auf jede Art und Weise, das Stillen klappt wieder super und gerade schlummert er gemütlich neben mir. Was für niedliche Geräusche so kleine Wesen machen hatte ich ganz vergessen! Aufgrund des Kaiserschnitts bin ich noch etwas unbeweglich und liege eingemummelt und fürstlich umsorgt mit Henri im Bett, während mein Mann Levi bespasst und den Haushalt schmeisst. Levi ist hin-und hergerissen von der Ankunft seines Bruders, und braucht jetzt viel Zeit und Liebe mit uns beiden.
Die Feiertage werden wir entsprechend ruhig verbringen. Kein Verwandten-Marathon und kein Terminstress, wir igeln uns hier zu viert ein. Heute nachmittag kommen meine Schwiegereltern mit einem Weihnachtsmenü im Gepäck bei uns vorbei, wir essen, machen eine kleine Bescherung und dann wird weiter unterm Tannenbaum ausgeruht. Und morgen das gleiche mit meinen Eltern.
Ich wünsche euch wunderschöne Weihnachten!
Love, Blinki
Henri ist da! Seit Donnerstag mittag ist er bei uns, und wir sind alle schwer verliebt in ihn. Zwei Wochen zu früh war der kleine Mann und wog trotzdem schon 3750 Gramm. Ich weiß gar nicht, ob irgendwen Details der Geburt interessieren? Die reiche ich sonst gerne nach. Nur soviel: es war am Ende ein Kaiserschnitt und das war auch gut so, sonst wären wir nicht alle so gesund und munter.
Henri ist perfekt auf jede Art und Weise, das Stillen klappt wieder super und gerade schlummert er gemütlich neben mir. Was für niedliche Geräusche so kleine Wesen machen hatte ich ganz vergessen! Aufgrund des Kaiserschnitts bin ich noch etwas unbeweglich und liege eingemummelt und fürstlich umsorgt mit Henri im Bett, während mein Mann Levi bespasst und den Haushalt schmeisst. Levi ist hin-und hergerissen von der Ankunft seines Bruders, und braucht jetzt viel Zeit und Liebe mit uns beiden.
Die Feiertage werden wir entsprechend ruhig verbringen. Kein Verwandten-Marathon und kein Terminstress, wir igeln uns hier zu viert ein. Heute nachmittag kommen meine Schwiegereltern mit einem Weihnachtsmenü im Gepäck bei uns vorbei, wir essen, machen eine kleine Bescherung und dann wird weiter unterm Tannenbaum ausgeruht. Und morgen das gleiche mit meinen Eltern.
Ich wünsche euch wunderschöne Weihnachten!
Love, Blinki
2013/12/18
Levi sagt..
Beim Frühstück. Levi spricht mit dem Toast.
"Hallo Levi!"
"Hallo Butter!"
"Mah" (Schmatz).
Küsst den Toast.
Das ist Liebe!
"Hallo Levi!"
"Hallo Butter!"
"Mah" (Schmatz).
Küsst den Toast.
Das ist Liebe!
2013/12/14
Momente...
...in denen man den Ordnungssinn des Kindes doch mal verflucht: wenn es einem Papas Nackenrolle, die man sich zum Lesen ausgeliehen hatte, mit einem lauten "NEIN! NEIN - PAPA!" kurzerhand unter dem Kopf weg zieht, um sie mit den Worten "DA! PAPA!" schnell dem Ehemann auf den Schoß zu legen. Alle Beschwichtigungsversuche seinerseits blieben erfolglos: das ist seine Nackenrolle, und Mama hat damit nichts zu schaffen.
"NEIN! NEIN! NEIN!"
"NEIN! NEIN! NEIN!"
2013/12/11
Ach, Vicky
Wie ihr wisst, besteht Levi seit einiger Zeit darauf, statt klassischer Schlaflieder Weihnachtslieder vorgesungen zu bekommen (siehe hier). Absoluter Favorit ist immer noch "Süsser die Glocken nie klingen", aka DIE-DOH (Ding-Dong). Das hat mittlerweile derartige Ausmasse angenommen, dass Levi schon morgens mit halbgeschlossenen Augen "DIE-DOH! DIE-DOH! DIE-DOH!" ruft, und ich dann im Halbschlaf das Lied vor mich hin murmele. Summen geht nicht. ER BRAUCHT NÄMLICH UNBEDINGT DEN TEXT! Selbstredend kann ich das Lied schon seit Mitte Oktober nicht mehr hören, und nachdem ich es gestern Abend in einer Dauerschleife gefühlte 83 Mal gesungen habe, bis Levi endlich einschlief (jeder Schummelversuch mit "Oh Tannenbaum" oder ähnlichem wurde mit lauten "NEIN! NEIN! DIE-DOH!" - Rufen direkt abgebügelt), war ich heute morgen nicht nur heiser, sondern konnte einfach nicht mehr. Also hat die Rabenmutter schnell auf Youtube gesucht, um das Kind zu besänftigen. Was ich fand, war unter anderem eine unfassbare Version, in der Vicky Leandros vor einer goldenen Kulisse in einem hautengen, schwarzen Kleid, begleitet von diversen Musikern in einer Carmen-Nebel-mässigen Abendshow "Süsser die Glocken nie klingen" ergriffen ins Mikrofon haucht. Ich war sprachlos, Levi begeistert. Wir haben das Video so oft hintereinander gesehen, bis der Akku meines Laptops endlich leer war. Vicky! Die Harfen! Der künstliche Nebel! Levi hat vor Begeisterung abwechselnd in die Hände geklatscht und verträumt Luftgitarre gespielt. Was soll ich sagen? Er ist verliebt. Meine Hoffnung: ihm fällt heute Abend auf wie unglaublich schlecht und unglamourös ich dagegen singe,und entscheidet sich für ein neues Lied. Ich habe doch noch soviel in petto!
2013/12/10
2013/12/02
life lately
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